Die K 2025 in Düsseldorf ist vom 8. bis 15. Oktober wieder der zentrale Treffpunkt der globalen Kunststoff- und Kautschukindustrie. Ein Hotspot für alle Besucher, die an Elastomerinnovationen interessiert sind, wird erneut die „Rubber Street“ in Halle 6 sein. In diesem Jahr wird sie gemeinsam vom wdk (Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.) und der Messe Düsseldorf organisiert.
“Wir freuen uns sehr, dass die Messe Düsseldorf ein klares Commitment für das “kleine K”, Kautschuk, auf der K zeigt und die Rubber Street 2025 als Special prominent im Messeprogramm platziert. Dies ist ein starkes Signal für unsere gesamte Branche und für Besucher, die sich auf der Messe über Innovationen im Elastomersektor informieren möchten”, unterstreicht Boris Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des wdk.
Eine Straße für Gummi & TPE
Analog zum Wachstum der Werkstoffgruppe der thermoplastischen Elastomere (TPE) hat sich das Profil der Aussteller auf der Gummistraße im Laufe der Jahre gewandelt. Dazu Volker Krings, Geschäftsführung der Fachvereinigung TPE im wdk: “Wir begreifen im wdk thermoplastische Elastomere als ideale komplementäre Ergänzung zur Palette der vernetzbaren Elastomere. Auf der Rubber Street präsentieren die Aussteller Innovationen aus beiden Bereichen – und dies auf höchstem technologischen Niveau. Und wer weiß? Vielleicht heißt die Rubber Street irgendwann einmal Rubber & TPE Street!“
Ausgebucht und mit Rekordbeteiligung
Mit insgesamt 19 Haupt- und Unterausstellern ist die 500 Quadratmeter große Sonderschau in Halle 6 komplett ausgebucht. Das Portfolio der Aussteller bildet dabei konzentriert wie ein Brennglas die gesamte Wertschöpfungskette der Elastomere ab – Anbieter von Rohstoffen, Kautschuk- und TPE-Compoundeure sind hier ebenso vertreten wie Elastomerverarbeiter, wissenschaftliche Institute, Netzwerke und der Recyclingsektor.
Kreislaufwirtschaft? Wir stehen drauf!
Zur K 2025 wird auf der Rubber Street erstmals ein Fußbodenbelag aus recyceltem Reifengummi verlegt. Ein Puzzle-Klicksystem ermöglicht die schwimmende Verlegung und verhindert das Auseinanderrutschen der weichen Matten, die nicht nur vielseitig einsetzbar und leicht zu reinigen sind, sondern auch den strapazierten Füßen von Ausstellern und Besuchern Entspannung und Komfort bieten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Einweg-Messeböden können die dauerbelastbaren Matten mehrfach verwendet und am Ende des Lebenszyklus vollständig recycelt werden, was die CO₂-Bilanz von Messebauern wie Ausstellern optimiert. Der innovative Bodenbelag stammt von der MRH Mülsen GmbH, einem Partnerunternehmen der Initiative NEW LIFE, die ebenfalls auf dem Gemeinschaftsstand des Netzwerks AZuR ausstellt.
Historie der Rubber Street
Die Rubber Street hat auf der K in Düsseldorf eine lange Tradition. 1983 wurde dieses „Schaufenster der Gummiindustrie“ von der damaligen Bayer AG, den Erfindern des Synthesekautschuks, erstmalig auf der K organisiert. Ziel war es, die Sichtbarkeit der Kautschukunternehmen auf der K zu fördern und eine Plattform und Anlaufstelle für alle an Kautschuk und Elastomeren interessierten Besucher zu bieten. Im Laufe der Jahre übernahmen Lanxess (2007-2016) und Arlanxeo (2019-2022) das Erbe der Gummistraße und führten das Konzept in Kooperation mit dem Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk e.V.) erfolgreich fort. Die Rubber Street auf der K 2025 wird gemeinsam vom wdk und der Messe Düsseldorf organisiert.

Aussteller der Rubber Street 2025
Allod Werkstoff
AZuR Netzwerk mit seinen Partnern Regupol, Reoil, Genan, Messer, Pyrum, New Life, dem DIK und dem wdk
Ekochem
Jiangyin Hetron Elastomer New Material Technology
Kraiburg TPE gemeinsam mit dem Gummiwerk Kraiburg und Kraiburg Walzenfertigung
M.O.L. Gummiverarbeitung
Ravago Petrokimya Üretim
SFC Solutions
Synthos Schkopau
Statements der Aussteller auf der Rubber Street
Alexander Heinze, Allod
„Die K-Messe ist für uns eine gute Gelegenheit, unsere Entwicklungen im TPE Bereich ei-nem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Neben bewährten TPE-Lösungen liegen unsere Schwerpunkte aktuell z. B. auf geschäumten TPE-Materialien. Diese bedürfen keiner zusätzlichen Anlagentechnik oder Additivierung und bringen Vorteile hinsichtlich Ge-wicht, verringerter Montagekräfte, Akustikisolation und CO2-Fußabdruck. Außerdem bieten wir TPE mit Gleitmodifizierungen, z. B. zur Verschleißreduktion in Dichtungsanwendungen. Das ist nicht nur ein Thema bei weichen Werkstoffen, sondern auch bei harten Thermoplasten. Hier haben wir Materialien entwickelt, die in Gleitlagern PFAS-frei zur Anwendung kommen können. Zudem haben wir Kapazitäten im Prototyping-Bereich aufgebaut und drucken nun Werkzeugeinsätze. Dann können die Prototypen mittels Spritzgießen aus den Originalmaterialien hergestellt werden.“
Christina Guth, AZuR
„Das Netzwerk Allianz Zukunft Reifen (AZuR) präsentiert sich mit acht Partnern auf der K 2025. Im Fokus des Gemeinschaftsstands steht der AZuR-Beitrag zur Zukunftssicherung der Kunststoff- und Kautschukindustrie. Der AZuR-Stand auf der Rubber Street ist Treff-punkt für alle, die sich für zirkuläres Wirtschaften in der Kunststoff-/Kautschukindustrie und die klimagerechte Reifenverwertung interessieren. Mit dabei sind die AZuR-Partner Regupol (Reifen-Gummigranulat-Produkte), Genan (Altreifen-Recycling, Gummigranulate), Initiative NEW LIFE (mechanische Altreifenverwertung), ReOil (Pyrolysetechnologie), Pyrum Innovations (Pyrolysetechnologie), Messer (Industriegase), das Deutsche Institut für Kaut-schuktechnologie und der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk). Das Standkonzept demonstriert, wie das AZuR-Erfolgsmodell funktioniert: Partner aus allen Bereichen der Reifen-/Recyclingbranche bündeln ihr Know-how, um gemeinsam eine funktionierende Circular Economy für Reifen zu gestalten.“
Gino Yip, Hetron
„Bei Hetron arbeiten wir besonders an der Weiterentwicklung von TPEE-Materialien und bieten hier maßgeschneiderte Lösungen. Unsere TPEEs werden bereits vielfach bspw. bei Automobilkomponenten wie CVJ-Manschetten und Ansaugkrümmern eingesetzt. Hetron ist auf Wachstumskurs. Aktuell haben wir eine Kapazität von 15.000 Tonnen/Jahr, die wir bis 2027 auf 50.000 Tonnen/Jahr ausbauen werden. Wir sind stolz darauf, zu den wenigen globalen Herstellern zu gehören, die sich auf TPEE auf Polycarbonatbasis spezialisiert haben. Darüber hinaus ist unser Engagement im Bereich nachhaltiger Materialentwicklung von größter Bedeutung, bspw. unsere Entwicklungen zum chemischen Recycling von Post-Consumer-TPEE und zu biobasierten TPEE-Materialien.“
Andreas Pawel, Kraiburg TPE
„Auf der K 2025 setzen wir gezielt Impulse – beispielsweise mit zukunftsweisenden TPE-Lösungen für sensible Anwendungen mit Lebensmittelkontakt sowie im Bereich Flamm-schutz. Unsere Thermoplastischen Elastomere zeigen, wie wir bei KRAIBURG TPE Nachhaltigkeit, Sicherheit und Performance vereinen. Die K 2025 ist für uns die ideale Plattform, um Innovationen vorzustellen und den Dialog mit Kunden, Interessenten und Partnern zu vertiefen. Wir freuen uns darauf, erneut Teil der bewährten Gummistraße zu sein und gemeinsam mit der Branche die nächsten Schritte in Richtung Kreislaufwirtschaft und funktionaler Werkstoffentwicklung zu gehen.“
Bekir Tapti, Ravago
„Nachhaltigkeit beginnt beim Material – und endet nicht beim Produkt. Ravago Petrokimya präsentiert auf der Rubber Street innovative Werkstoffe, die Performance und Umweltverantwortung vereinen. Das Portfolio umfasst TPE & TPV (ENSOFT®, ENFLEX®, EZPRE-NE®), TPU (Ravathane®, Ravasafe®) sowie Engineering Thermoplastics (Ravamid®, Enklar®, Enester®, Sicolar®). Im Mittelpunkt stehen rezyklatbasierte Lösungen und Materialien mit reduziertem CO₂-Fußabdruck. Als Teil der Ravago Gruppe entwickeln wir Werkstoffe, die von Natur aus recyclingfähig sind – und von Anfang an auf Kreislaufwirtschaft ausge-legt wurden. Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir nachhaltige Anwendungen möglich machen – ohne Kompromisse bei Qualität oder Leistung.“
Sylvain Belanger, SFC Solutions
„SFC Solutions ist ein Spezialist für die Herstellung von Bauteilen aus Gummi. Dazu stellen wir unsere eigenen Mischungen für Extrusions- oder Spritzgießanwendungen her und pro-duzieren bspw. Dichtungen, Flüssigkeitstransfersysteme, Bremssysteme, Tüllen, Pedale, Kabelkanäle und vieles mehr. Und erstmals präsentieren wir auf der K einen neuen passiven Elastomersensor, der vielseitig einsetzbar ist.“
Marjolein Groeneweg, Synthos
„Für Synthos ist die Rubber Street mehr als nur eine Messepräsenz – sie ist eine Gelegenheit, mit der Branche über die nächste Generation von Synthesekautschukprodukten in den Austausch zu treten. Wir präsentieren funktionalisierte SSBR-Typen für Hochleistungsreifen sowie Lösungen für technische Anwendungen wie Förderbänder, Dichtungen, Schläuche und Sohlenmaterialien. Unser Ziel ist es, Leistung nicht gegen Nachhaltigkeit auszuspielen, sondern beides aktiv miteinander zu verbinden. Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit Partnern, die wie wir daran arbeiten, Materialinnovationen voranzubringen.“