Arburg zieht sich zum 31. Dezember 2025 aus dem Geschäftsfeld der Additiven Fertigung (AM) zurück. Die Betreuung der bestehenden Kunden und Anwender des Freeformers in Sachen Service und Ersatzteile ist sichergestellt. Dies teilte das Schwarzwälder Maschinenbauunternehmen am 10. September 2025 mit.
„Diese Geschäftsentscheidung wurde nach sorgfältiger Bewertung und Überlegung der derzeitigen Marktlage und der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenparameter getroffen“, sagt Dr. Armin Schmiedeberg, Vorsitzender des Beirats bei Arburg. Denn, obwohl das industrielle Fertigungssystem Freeformer und das damit verbundene Produktionsverfahren Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) nach Markteinführung auf der K 2013 aufgrund ihrer technologischen Alleinstellungsmerkmale branchenweit für Aufsehen sorgten, hätten weder die wirtschaftlichen Ziele für dieses Geschäftsfeld langfristig realisiert werden können, noch habe sich insgesamt der globale 3D-Druck-Markt erwartungsgemäß entwickelt. „Die aktuelle wirtschaftliche Lage erfordert zudem volle Konzentration auf unser Kerngeschäft, den Spritzgießmaschinenbau“, so Dr. Armin Schmiedeberg.
Bestehenden AM-Kunden und Anwender des Freeformers werden in Zukunft direkt von Arburg betreut. Dazu gehören u. a. Ersatzteilversorgung und Service für im Markt existierenden Freeformer. An Messen, Veranstaltungen und Symposien wird sich Arburg allerdings nicht mehr beteiligen. Für die rund 40 Mitarbeitenden von ARBURGadditive aus Vertrieb, Entwicklung, Anwendungstechnik und Montage besteht die Möglichkeit, zu Arburg zu wechseln.
Das Leistungsportfolio von ARBURGadditive umfasst neben dem Freeformer zur Herstellung von Funktionsbauteilen aus original Thermoplast- und Elastomer-Kunststoffgranulaten auch die Filament-Drucker und Silicondrucker des Arburg-Schwesterunternehmens innovatiQ GmbH + Co KG mit Sitz in Feldkirchen bei München.